
Anklage zu mutmaßlicher Gewalt in Brühl
Vor dem Kölner Landgericht muss sich ab Donnerstag (07.05.) ein 29-Jähriger verantworten. Laut Anklage soll er im September 2022 in Brühl ein Opfer mit Nacktfotos erpresst, mit Waffen bedroht und Gewalt über dessen Social-Media-Account live gestreamt haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten schwere räuberische Erpressung und weitere Straftaten vor. Demnach soll er zunächst kompromittierende Nacktaufnahmen des Opfers über soziale Medien an dessen Freundin geschickt haben. Dazu sollen Drohungen gekommen sein sowie die Aufforderung, seine Familie in Ruhe zu lassen.
Später soll die Situation auf einem Parkplatz in Brühl eskaliert sein. Nach Angaben der Anklage soll der 29-Jährige dort zusammen mit einem Komplizen aufgetaucht sein, dem Opfer eine Ohrfeige gegeben und die Tat als Livestream über dessen eigenen Social-Media-Account verbreitet haben.
Anschließend soll der Angeklagte Elektroschocker, Messer und Pistole gezeigt und Geld verlangt haben. Der mutmaßliche Schaden liegt laut Anklage bei insgesamt 2.000 Euro.
Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage vorgesehen, das Urteil fällt voraussichtlich am 20. Mai.