Köln: Proteste gegen Ausgangsperre

Köln hat die zweite Nacht der Ausgangsbeschränkung vergleichsweise ruhig hinter sich gebracht. Die meisten Kölner blieben am Samstag nach 21 Uhr zu Hause. Allerdings gab es für Polizei und Ordnungsamt auch viel Arbeit.

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Eine illegale Party in Westhoven sei durch die Stadt Köln aufgelöst worden, so die Polizei. Und am Barbarossaplatz gab es am frühen Samstagabend einen Großeinsatz. Dort war eine Gruppe von Vermummten mit Pyrotechnik, Böllern und Rauchbomben durch die Stadt gezogen. Um kurz nach 20 Uhr tauchten einige Dutzend schwarz gekleidet und teilweise vermummte Menschen aus dem mutmaßlich Linksautonomen Spektrum auf der Luxemburger Straße auf und zogen Richtung Barbarossaplatz. Dort zündeten sie Rauchbomben, so dass Autofahrer die Kreuzung für eine kurze Zeit nicht einsehen konnten. Die Polizei schickte dutzende Wagen mit Blaulicht, die in den Seitenstraßen rund um Volksgarten, Zülpicher Platz und den Ringen nach den Randalierern suchten. Vereinzelt seien Personalien festgestellt worden. Möglicherweise war die Aktion auch ein Protest gegen die Ausgangsbeschränkung, es gab Graffitis an Hauswänden mit der Aufschrift: „Sperre? Aufstand“.

Demo auf dem Heumarkt

Bereits am Samstagnachmittag hatte es Demonstrationen gegen die geltende Ausgangsperre gegeben. Laut der Veranstalter hatten sich rund 250 Menschen auf dem Heumarkt versammelt. Sie forderten dort die Rücknahme der nächtlichen Beschränkungen. Laut der Kölner Polizei verlief die Kundgebung friedlich und war vor Beginn der Ausgangssperre beendet. Weitere Aktionen sind geplant. Am kommenden Mittwoch soll wieder in der Altstadt demonstriert werden. Laut der Veranstalter steht die Kundgebung dann unter dem Motto: „Das Virus geht nicht nachts spazieren, sondern tagsüber arbeiten!“

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