
Köln: Polizei geht gegen Auto-Poser vor
Die Kölner Polizei hatte für´s Wochenende Schwerpunkteinsätze gegen Raser und Poser angekündigt – die Szene hat das nicht sonderlich beeindruckt. Sie hat sich trotzdem an den bekannten Treffpunkten in Deutz und Poll eingefunden – mit Folgen.
Veröffentlicht: Sonntag, 21.03.2021 10:05
Mit rund 40 Einsatzkräften war die Polizei vor Ort und hat viele Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung und die Corona-Schutzverordnung geahndet. Es gab diverse Platzverweise. Drei Männer mussten nach illegalen Rennen ihre Führerscheine und Autos abgeben. Der 28 Jahre alte Fahrer des Audi R8 hatte seinen Sportwagen am Freitagabend um 22.35 Uhr vor den Augen der Polizisten auf der Alfred-Schütte-Allee und den umliegenden innerstädtischen Straßen immer wieder mit ausbrechendem Heck auf mehr als 100 km/h beschleunigt. Gleiches Verhalten beobachteten Polizisten bei einem 30 Jahre alten Fahrer eines Porsche 911 auf der Siegburger und Justinianstraße kurz nach Mitternacht. Sein Fahrmanöver mit ausbrechendem Heck direkt neben einer Bushaltestelle mit vielen wartenden Menschen machte ihn ebenfalls vorübergehend zum Fußgänger. Auch am Samstagabend waren die Einsatzkräfte wieder unterwegs, um Rasern im öffentlichen Verkehrsraum Einhalt zu gebieten. Um 21.45 Uhr folgten sie einem 27-Jährigen, der seinen BMW 540i xDrive auf der Opladener Straße auf über 100 km/h beschleunigte. Auch er verließ den Ort des Geschehens nach der Polizeikontrolle zu Fuß ohne sein Auto und seinen Führerschein.
Die Polizei Köln wird auch in den kommenden Wochen diese gefährlichen "Spaßfahrten" sowie unnützes Hin- und Herfahren und die damit einhergehenden Abgas- sowie Lärmbelästigungen konsequent unterbinden. Jeder, der meint, die PS-Stärke eines Fahrzeugs auf der Straße unter Beweis stellen zu müssen, muss mit ernsten Konsequenzen rechnen.