
Köln: Nach Messerattacke - Waffenverbot kaum kontrollierbar
Die Messerattacke auf der Zülpicher Straße am Wochenende ist der erste Zwischenfall dieser Art seit Einrichtung der Waffenverbotszonen Ende Dezember. Das teilte die Kölner Polizei auf Anfrage mit. Bei einem Streit wurde am frühen Sonntagmorgen ein Mann mit einem Messerstich in den Bauch schwer verletzt, ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.
Veröffentlicht: Montag, 22.08.2022 14:51
Weil es auf den Ringen und auf der Zülpicher in den letzten Jahren immer wieder zum Teil tödliche Zwischenfälle gab, hat die Polizei dort das mitführen von gefährlichen Gegenständen und Messern zu bestimmten Zeiten verboten. Kontrollierbar ist das Waffenverbot aber nur schwer. Kontrollen ohne Anlass seien rechtlich nicht möglich, so ein Polizeisprecher. Im Umkehrschluss heißt das, nur in Situationen, in denen die Polizei eh einschreiten würde, können die Beamten die Beteiligten auch auf Waffen durchsuchen. Bis Ende Mai seien so 44 gefährliche Gegenstände auf den Ringen und der Zülpicher beschlagnahmt und vernichtet worden. Etwa die Hälfte Messer. Laut Polizei kommt es etwa 1-2 Mal pro Monat vor, dass Personen auf der Zülpicher Straße mit einem Messer bedroht oder ausgeraubt werden. Einen tatsächlichen Angriff habe es bis zum letzten Wochenende seit Einführung der Waffenverbotszone aber nicht gegeben.