
Dabei hat es laut Gerichtssprecher so stark geraucht, dass die Zellen, in denen die Angeklagten vor dem Prozessauftakt sitzen, nicht mehr genutzt werden können. Der Prozess um Jörg L. soll jetzt am kommenden Montag starten. Der Brand war in einem Kälteraum ausgebrochen, warum ist unklar. Auch alle anderen geplanten Prozesse fallen am Montag am Landgericht aus.
Hauptverhandlung verschoben
In dem Prozess wirft die Staatsanwaltschaft Köln dem Hauptangeklagten, einem 43-jährigen Familienvater aus Bergisch Gladbach unter anderem schweren sexuellen Missbrauch seiner eigenen Tochter und weitere Kinder vor. Der Mann hatte die Taten gefilmt und per Handy an Gleichgesinnte geschickt. Die Ermittler deckten im Laufe der Zeit ein regelrechtes Netzwerk Pädophiler auf, die sich in Chats ausgetauscht haben sollen. Hunderte Ermittler sind seit Monaten auf der Suche nach weiteren Tätern und werten Bilder und Videos von schwerstem sexuellen Missbrauch aus. Mehr als 85 Terabyte an Daten wurden bisher sichergestellt. Beim Prozessauftakt am Montag wird die Anklageschrift verlesen. Der Angeklagte Jörg L. schweigt bisher zu den Vorwürfen. Wegen der Schwere der Taten könnte Sicherungsverwahrung angeordnet werden. Deshalb soll ein psychiatrisches Gutachten des Mannes erstellt werden, heißt es vom Kölner Landgericht.