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Köln: Missbrauchsgutachten wird vorgestellt
© Pixabay/MichaelGaida
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Köln: Missbrauchsgutachten wird vorgestellt

Am Donnerstagvormittag wird ein Missbrauchsgutachten vorgestellt, von dessen Inhalt die Zukunft des Kölner Kardinals Woelki abhängt. Es ist bereits das zweite, dass sich mit den Vorfällen in der katholischen Kirche befasst. Ein erstes Gutachten wird von Woelki seit einem Jahr unter Verschluss gehalten. 

Veröffentlicht: Donnerstag, 18.03.2021 06:55

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Darin wird untersucht, wie Bistumsverantwortliche in der Vergangenheit mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester umgegangen sind. Woelki hält es für mängelbehaftet und „nicht rechtssicher“. Deshalb hat er eine neue Untersuchung in Auftrag gegeben, die heute vorgestellt werden soll. Darin sollen mehr als 300 Opfer und über 200 Beschuldigte aufgelistet sein. In einem Fall könnte auch Woelki selbst mit dem Vorwurf der Vertuschung konfrontiert werden. Er soll einen mittlerweile gestorbenen Pfarrer gedeckt haben, dem der Missbrauch eines Kindergartenjungen Ende der 1970er Jahre zur Last gelegt wird. Ein möglicher Rücktritt Woelkis wird deshalb nicht mehr ausgeschlossen.


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Unterlagen sind schon bei der Staatsanwaltschaft

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Das neue Gutachten zum Umgang des Erzbistums Köln mit sexuellem Missbrauch liegt nach Angaben des damit beauftragten Strafrechtlers Björn Gercke bereits bei der Staatsanwaltschaft. «Die Staatsanwaltschaft hat das Gutachten bereits vor einigen Tagen von uns bekommen, damit sie auch Zeit hat, sich in Ruhe darauf vorzubereiten - vor der Öffentlichkeit», sagte Gercke am Mittwoch. Ihm selbst sei das ein Anliegen gewesen. Die Staatsanwaltschaft sei die zuständige Behörde für die Verfolgung von Straftaten.

Das erste Gutachten, das von Kardinal Woelki unter Verschluss gehalten wird, liegt der Kölner Staatsanwaltschaft schon länger vor. Die Auswertung ist noch nicht abgeschlossen, doch bisher wurden keine Anhaltspunkte für strafrechtliche Ermittlungen gefunden: Dafür seien die Taten schon zu lange her, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auch bei Kardinal Woelki persönlich sieht die Staatsanwaltschaft kein strafrechtlich relevantes Verhalten.

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