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Köln: Missbrauch - Bistum in Dresden kritisiert Köln
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Köln: Missbrauch - Bistum in Dresden kritisiert Köln

Das Erzbistum Köln steht wegen seines Umgangs mit dem Thema Missbrauch mal wieder in der Kritik - diesmal kommt sie von einem anderen Bistum. Der Dresdner Bischof Timmerevers beklagt, dass Köln mit Missbrauchsvorwürfen gegen einen prominenten Priester falsch umgegangen ist.

Veröffentlicht: Mittwoch, 06.07.2022 13:38

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Man habe erst vor wenigen Tagen von den Vorwürfen erfahren - obwohl der Priester von 2010 an seinen Wohnsitz in Ostsachsen hatte und die Kölner seit 2012 von den Anschuldigungen wussten. Es geht um Winfried Pilz - den inzwischen gestorbenen früheren Chef der Sternsinger und Autor des Jugendkirchenliedes „Laudato si“. Er soll in den 70er Jahren einen schutzbedürftigen Erwachsenen sexuell missbraucht haben.

Wegen der teils bestätigten Vorwürfe hatte der damalige Kardinal Joachim Meisner dem Pfarrer im Ruhestand im Februar 2014 einen Verweis erteilt, eine Geldstrafe ausgesprochen und ihm verboten, sich Minderjährigen ohne die Anwesenheit von Erwachsenen zu nähern. Das Vorwissen um den Priester hinderte das Erzbistum 2019 aber nicht an einem überschwänglichen Nachruf.

Das Erzbistum Köln räumte Fehler ein. "Nachdem Kardinal Meisner den Pfarrer sanktioniert hat, hätte unmittelbar danach eine Information an das Bistum Dresden-Meißen stattfinden müssen. Auch im Jahre 2018 wäre eine entsprechende schriftliche Information angezeigt gewesen, ist aber bedauerlicherweise ebenfalls ausgeblieben", teilte es mit. Ob es "mündliche Hinweise" gegeben habe, sei nicht bekannt.

Das Kölner Erzbistum befindet sich in einer schweren Krise, seit Woelki 2020 entschieden hatte, ein Gutachten zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Missbrauchsvorwürfen nicht zu veröffentlichen. Nach einer Auszeit kehrte er im März ins Erzbistum zurück.

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