
Köln: Letzte Warnung für das Party-Volk
Es ist so etwas wie die letzte Warnung an alle, die in Köln feiern gehen: Wenn ihr nicht mehr Abstand haltet, müssen wir die Party-Hotspots schließen. So kann man die Botschaft von Oberbürgermeisterin Reker und Kölns Polizeipräsident Jakob verstehen.
Veröffentlicht: Freitag, 03.07.2020 02:35
Erst am Montag hatte die Stadt das Verweilverbot auf dem Brüsseler Platz - täglich von 18 Uhr bis 6 Uhr - bis zum 3. August verlängert. Begründet wird die Maßnahme mit der „besonderen Enge“ auf dem Platz. Dort sei es kaum möglich, den vorgeschriebenen Abstand von 1,50 m einzuhalten. Jetzt geht es aber auch um weitere Party-Hotspots in der Kölner Innenstadt. Am vergangenen Wochenende musste das Kölner Ordnungsamt immer wieder größere Menschenansammlungen auflösen. Betroffen waren zum Beispiel der Bereich am Kölner Stadtgarten, eine Ansammlung mit rund 400 Personen vor einer Gaststätte am Zülpicher Platz oder vor einem Kiosk an der Aachener Straße.
Polizei will durchgreifen
Die Kölner Polizei war nicht nur im Dauereinsatz, sie war auch selbst Opfer. Immer wieder kam es zu Übergriffen. Beamte sind am Wochenende bespuckt und mit Bierflaschen beworfen worden, außerdem wurden Reifen von Polizeiautos zerstochen. Polizeipräsident Uwe Jakob:
Das nehmen wir so nicht hin!
Deswegen wird die Polizeipräsenz jetzt deutlich erhöht. Reker geht es vor allem um die Gesundheit. Sie appelliert, "sich mit Vernunft in der Stadt zu begegnen". Heißt: Feiern ja, aber mit Abstand oder Maske. Und wenn Plätze schon überfüllt sind, weiterziehen.