Köln: Lange Freiheitsstrafe im Rizinbomben-Prozess

Der Rizin-Prozess ist mit einer zweiten langen Haftstrafe zu Ende gegangen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat die Kölnerin Yasmin H. wegen der Vorbereitung eines islamistischen Terroranschlags in Deutschland zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren verurteilt.

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Die Richter sahen es bei der Urteilsverkündung am Freitag als erwiesen an, dass die 44-Jährige zum Islam konvertierte Frau gemeinsam mit ihrem Mann einen Anschlag mit dem Biokampfstoff Rizin und vielen Toten geplant und vorbereitet hat. Mit dem Urteil bleibt der Senat knapp unterhalb der Forderung der Bundesanwaltschaft – diese hatte neun Jahre gefordert. Die Verteidigung dagegen eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. In der Urteilsbegründung erklärte Richter van Lessen, die zum Islam konvertierte Frau teile die radikal-salafistische Ideologie der Terrormiliz Islamischer Staat. Die 44-Jährige billige Gewalt und das Töten Ungläubiger und sei erwiesenermaßen am Bau einer Biobombe mit Rizin beteiligt gewesen. Das würden die vielen sichergestellten Beweismittel in der Wohnung des Paars in der Osloer Straße Nr. 3 in Chorweiler aber auch DNA Spuren belegen, so der Vorsitzende Richter. Genau wie viele Zeugenaussagen in dem fast 13 Monate dauernden Prozess.

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