
Die neuerlichen Enthüllungen über die Kommunikationsstrategie des Kardinals empörten uns, heißt es in dem Statement. Jetzt habe Woelki sein letztes Vertrauen verbraucht. Die Krise im Erzbistum habe einen nicht vorstellbaren Tiefpunkt erreicht.
Der seit Jahren in der Kritik stehende Woelki hatte 2020 eine Kommunikationsagentur engagiert, die Pläne für sein „Überleben“ im Amt entworfen hatte. Dreh- und Angelpunkt war der Eklat um das nicht veröffentlichte Gutachten zum Umgang mit Missbrauchsvorwürfen. Unter anderem schlugen Woelki die PR-Experten vor, dass er versuchen solle, den Beirat von Missbrauchsopfern auf seine Seite zu ziehen. Woelkis Kritiker finden dazu klare Worte: In der Situation PR-Profis anzuheuern sei inakzeptabel – deren Vorschläge aber auch noch eins zu eins umzusetzen, sei eines katholischen Christen und erst recht eines Kardinals nicht würdig.