
„Dass niemand der Verantwortlichen, bei denen Pflichtverletzungen festgestellt wurden, von sich aus Fehler zugegeben und die Konsequenzen gezogen hat, ist beschämend“, heißt es. Der Strafrechtler Björn Gercke hatte in seinem Gutachten auch Empfehlungen gegeben, wie sich die Kirche weiterentwickeln kann, und die sollten am besten sofort umgesetzt werden. Die katholischen Jugendlichen fordern zum Beispiel den Ausbau der Interventionsabteilung im Erzbistum. Außerdem solle die Bistumsleitung endlich zugeben, dass Fehler gemacht wurden, sich entschuldigen und die Missstände ändern. Es gebe noch immer zu viele unaufgeklärte Fälle und deshalb müssen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor allem die systemischen und strukturellen Probleme der Kirche konsequent angegangen werden, so der Bund.