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Köln: Katholische Jugend fordert indirekt Woelkis Rücktritt
Der Kölner Kardinal Woelki steht massiv in der Kritik: der Bund der katholischen Jugend spricht über einen möglichen Rücktritt. Vor wenigen Wochen hatte Woelki entschieden, ein Gutachten zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche zurückzuhalten. Nach Ansicht des Erzbistums sei es fehlerhaft.
Veröffentlicht: Freitag, 13.11.2020 06:47
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Donnerstag hat nun das Aachener Bistum ein Gutachten der selben Kanzlei zu sexuellem Missbrauch veröffentlicht. Der Bund der katholischen Jugend fordert jetzt indirekt den Rücktritt Woelkis.
"Unabhängig von der letztlichen Entscheidung, das Gutachten von Westpfahl, Spilker und Wastl nicht zu veröffentlichen, ist ein solcher Umgang mit den Betroffenen rücksichtslos und unbarmherzig", kritisiert Annika Jülich (Diözesanvorsitzende), "denn auf diese Weise werden die Betroffenen durch Vertreter*innen der Kirche erneut und immer wieder schwer verletzt."
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Und weiter schreibt der Bund der katholischen Jugend in einer Stellungsnahme auf seiner Internetseite:
Bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch werden Gemeinden nicht ausreichend informiert und Betroffene werden noch immer als ungebetene Bittsteller*innen behandelt. Der Betroffenenbeirat wird in den Umgang mit vielen Fällen überhaupt nicht eingebunden. Als Vertreter*innen von Kindern und Jugendlichen wollen wir niemanden in einer verantwortungsvollen Position in der katholischen Kirche sehen, der das Vertrauen so vieler erschüttert hat und nur zum Schutze der Institution Kirche die Opfer sexualisierter Gewalt allein gelassen hat. Die Konsequenzen, die ursprünglich aus den Erkenntnissen der in Auftrag gegebenen Missbrauchsstudie gezogen werden sollten, müssen jetzt endlich umgesetzt werden.
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