
Köln: Jugendstrafe für 18-jährigen Schweden nach Mordauftrag
Vor dem Landgericht Köln ist ein 18-Jähriger aus Schweden zu dreieinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt worden. Die Jugendkammer sieht es als erwiesen an, dass er im vergangenen Herbst einen bezahlten Mordauftrag annehmen und in Köln ausführen sollte.
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.06.2026 13:28
Landgericht Köln verhängt Jugendstrafe
In Köln hat das Landgericht einen jungen Schweden zu dreieinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Die Jugendkammer ist überzeugt, dass sich der inzwischen 18-Jährige im vergangenen Herbst zu einem Mord bereit erklärt hatte.
Nach Auffassung des Gerichts sei der Jugendliche aus Schweden nach Deutschland gekommen, nachdem er über einen Messengerdienst einen entsprechenden Auftrag gegen Bezahlung angenommen habe. In Köln soll er dann eine Wohnung und die Ausrüstung für die Tat bekommen haben. Dazu gehörten laut Gericht unter anderem eine geladene Waffe und ein Handy.
Auf dem Handy sollen ihm demnach ein Bild der Zielperson und deren regelmäßiger Aufenthaltsort mitgeteilt worden sein. Nach Überzeugung der Richter soll er sich drei Mal auf den Weg gemacht haben, um die Person zu töten, traf sie aber nicht an.
Nach Hinweisen aus Schweden nahm die Polizei den Jugendlichen fest.
Vor Gericht sagte der Angeklagte, er habe die Zielperson nur verletzen sollen. Die Kammer glaubte ihm das nicht. Als Grund nannte sie unter anderem den hohen Aufwand der Hintermänner. Außerdem wurde die Zielperson wenige Wochen später durch mehrere Schüsse lebensgefährlich verletzt.
Das Urteil des Landgerichts Köln ist noch nicht rechtskräftig. Der junge Schwede bleibt weiter in Untersuchungshaft. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.