
Die Fahrer sind in Poll gestartet, auf die andere Rheinseite gefahren und jetzt im Bereich Ringe/Ebertplatz unterwegs. Dann soll es Richtung Rheinufer gehen und spätestens um 16 Uhr soll sich der Konvoi auflösen. Auf die Blockade sei wegen der Strafbarkeit der Aktion verzichtet worden, sagte der Initiator, der Bergheimer Spediteur Gerd Fischer. Die Lastwagen fuhren stattdessen hupend im Konvoi durch die Stadt. Die Polizei begleitete den Demonstrationszug mit Motorrädern und Autos. Zuvor hatte sie die Organisatoren eindringlich gewarnt und erklärt, Versammlungen auf der Autobahn seien verboten. Der Initiator hatte ursprünglich mit bis zu 30 Teilnehmern gerechnet. Die Polizei hatte dem Organisator, einem Spediteur aus Bergheim, vorhin eine Gefährderansprache erteilt – also klargemacht, dass es sich bei solchen Blockaden um Straftaten handelt, für die man sogar ins Gefängnis kommen kann. Auch vom Autoclub ADAC hatte es im Vorfeld massiv Kritik gegeben. Man verstehe zwar, dass die hohen Spritpreise die Existenzen vieler LKW-Fahrer bedrohen, sagte ADAC-Sprecher Thomas Müther. Eine Autobahn-Blockade sei aber der falsche Weg, um sich Gehör zu verschaffen. Für viele Autofahrer in der gesamten Region hätte es ein massives Stauchaos bedeutet, wenn zum Beispiel wie geplant das gesamte Dreieck Heumar blockiert worden wäre.