
Köln: Festnahme & Geständnis nach dem Fund eines Sprengsatzes
Nach dem Fund eines vermeintlichen Sprengsatzes in einem abgestellten Zug in Köln vor einer Woche hat die Polizei einen Tatverdächtigen in Lüdenscheid festgenommen. Beamte durchsuchten die Wohnung des 21-Jährigen. Dieser legte mittlerweile ein umfassendes Geständnis ab, wie die Polizei mitteilt.
Veröffentlicht: Freitag, 09.10.2020 15:15
Ihm werde vorgeworfen, das Paket, in dem sich Nägel und eine geringe Menge Schwarzpulver befunden hatten, in der Regionalbahn deponiert zu haben. Eine Reinigungskraft hatte den verdächtigen Gegenstand vergangenen Samstag auf der Toilette des abgestellten Zugs auf einem Betriebsbahnhof in Köln entdeckt. Eine akute Gefahr ging von dem vermeintlichen Sprengsatz demnach nicht aus. Laut aktueller Mitteilung der Polizei hatte der Verdächtige den Gegenstand bereits am 2. Oktober in dem Zug deponiert, einen Tag vor dem Fund.
Mittlerweile hat der Mann die Tat vollumfänglich gestanden. Als Motiv gab der 21-Jährige an, mit seiner sozialen Lage unzufrieden gewesen zu sein. Mit seiner Tat wollte er Aufmerksamkeit erregen. Laut Polizei liegen somit keine Erkenntnisse zu einem extremistischen Hintergrund vor.