
Köln: FC-Böllerwerfer räumt Tat vor Gericht ein
Im Prozess um den Böllerwurf beim FC-Derby vor einem Jahr hat der Angeklagte den Hauptvorwurf eingeräumt. Der 36-jährige sagte zu Beginn der Verhandlung, er habe den Böller in den Innenraum des RheinEnergie-Stadions fallen lassen, aber sich nichts weiter dabei gedacht.
Veröffentlicht: Dienstag, 24.11.2020 12:42
Schwindel, posttraumatische Belastungsstörung, Gedächtnisverlust, Ohrenschäden. Die Liste der Verletzungen, die der Staatsanwalt bei der Anklageverlesung aufführt, ist lang. Der Angeklagte muss ich in dem Verfahren auch für einen Hitlergruß verantworten, den er bei einer rechten Demonstration am Kölner HBF gezeigt haben soll. Der Angeklagte wirkte aufbrausend und aggressiv, als er vom Richter zu Widersprüchen und Halbwahrheiten befragt wurde. Mal will er den Böller zufällig auf der Stadion-Toilette gefunden haben, mal von einem Unbekannten zugesteckt bekommen haben. Im Saal herrschte eine skurrile Anspannung. Immer wieder klagte der Angeklagte über seine psychischen Probleme. Dann platzte dem Staatsanwalt der Kragen: "Was soll das hier, Ihre Schilderungen sind unappetitlich angesichts der über 20 Verletzten!".