
Köln: Erzbistum rechnet mit Corona-Verlusten
Das Kölner Erzbistum fürchtet durch die Corona-Krise einen Einbruch der Kirchensteuer-Einnahmen. Niemand wisse, wie sich die Pandemie weiter entwickeln werde. Im schlimmsten Fall müsse man mit Ertragseinbußen von 50 Millionen Euro rechnen, so der Finanzdirektor des größten deutschen Bistums.
Veröffentlicht: Donnerstag, 24.09.2020 09:12
Wahrscheinlich werde die «Corona-Delle» die Finanzen des Erzbistums auch 2021 und 2022 noch belasten. Noch kann das Bistum nach eigenen Angaben die Einbußen aus Rücklagen auffangen, aber man müsse jetzt die Weichen stellen, um langfristig handlungsfähig zu bleiben. 2019 hat das Erzbistum Köln ein stabiles Jahresergebnis erzielt. Die Aufwendungen wuchsen um 1,7 Prozent auf rund 893 Millionen Euro. Weil aber auch die Erträge aus der Kirchensteuer stiegen, verblieb unterm Strich ein Jahresüberschuss von rund 31 Millionen Euro.