Köln: Erster Prozesstag um Schockanrufe
Veröffentlicht: Donnerstag, 09.04.2026 09:45
Am Kölner Landgericht könnte der Prozess um Schockanrufe bei älteren Menschen schneller durch sein, als geplant. Zwei der vier Angeklagten haben umfassende Geständnisse angekündigt.

Beute war wohl eine halbe Million Euro
Im Prozess um Schockanrufe bei älteren Menschen vor dem Kölner Landgericht haben gestern zwei der vier Angeklagten umfassende Geständnisse angekündigt. Die beiden anderen wollen vorerst schweigen. Die jungen Männer sollen 16 Mal zugeschlagen und rund eine halbe Million Euro erbeutet haben. Die, die nichts sagen wollen, sollen die Beute bei den Opfern abgeholt haben. Die beiden, die Geständnisse ablegen wollen, sollen die Abholer überwacht, zu den Tatorten gefahren und zum Beispiel mit falschen Polizeiausweisen ausgestattet haben. Außerdem hielten sie den Kontakt zu denjenigen, die die Senioren mit den Schockanrufen in Angst und Schrecken versetzt haben. Wer diese Hintermänner waren, ist unklar. Sie sollen sich als Polizeibeamte, Staatsanwälte und Richter ausgegeben haben und behauptet haben, ein naher Angehöriger sei in einen schlimmen Unfall mit Todesopfer verwickelt und müsse nur dann nicht in Haft, wenn eine entsprechende Kaution gezahlt werde.


