
Köln: Erst Feuer im Zoo, dann wird Elefant eingeschläfert
Es sind dramatische Tage für die Mitarbeiter des Kölner Zoos. Nachdem bei dem Brand im Tropenhaus über 130 Vögel, Fische und Fledermäuse gestorben sind, kam am Freitag eine weitere Hiobsbotschaft dazu. Das Team musste vorhin auch einen Elefanten einschläfern.
Veröffentlicht: Freitag, 18.03.2022 12:06
Ein Elefantenbulle hatte Donnerstagnachmittag bei einem Kampf eine Elefantenkuh so schwer am Bein verletzt, das Tier am nächsten Morgen eingeschläfert werden musste, sagt Zoodirektor Theo Pagel. So etwas komme sowohl in freier Wildbahn als auch in Haltung vor - und sonst sei so etwas nicht unbedingt dramatisch. Der Knochenbruch jetzt sei aber unglücklicherweise irreparabel gewesen, sagt Zoo-Direktor Pagel. Bei der Entscheidung seien vorab auch Fachleute von anderen Zoos und vom europäischen Zuchtverband einbezogen worden.
Verheerendes Feuer tötet viele Tiere
Erst am Dienstagabend waren bei einem Brand im Regenwaldhaus des Zoos über 130 Vögel, Großfische und Fledermäuse getötet worden. Das Feuer war den Ermittlungen zufolge in einer Zwischendecke ausgebrochen – und durch die Hitze sei dann ein Sichtfenster geborsten und in die Halle mit den Tieren gezogen. Die Schadenshöhe ist nach Zoo-Angaben weiter unklar. Der Zoo habe alle Brandschutzauflagen erfüllt, betonte der Direktor. Im November habe es die letzte Sicherheitsbegehung mit der Feuerwehr gegeben. Das Regenwaldhaus bleibe wegen der notwendigen Aufräumarbeiten noch für unbestimmte Zeit für Zoo-Besucher geschlossen.