
Köln: Enormer Andrang zum Sessionsstart
Der Karnevalsauftakt zum 11.11. hat in Köln wie erwartet zu einem Massenandrang geführt. Die Stadt bat alle Feiernden, sich nicht mehr auf den Weg ins Zülpicher Viertel zu machen, sondern auf andere Orte in der Stadt auszuweichen.
Veröffentlicht: Freitag, 11.11.2022 12:52
An den Zugängen zu den Veranstaltungsflächen in der Kölner Altstadt war der Einlass schon vorher wegen Auslastung gestoppt worden. Die Kölner Verkehrs-Betriebe hatten den Großteil des Verkehrs der Stadtbahnlinien im Innenstadtbereich eingestellt, teilte die Stadt mit. Auch der Bahnhof Köln-Süd wurde auf Bitten der Stadt geschlossen. Teilweise kam es zu Streckensperrungen wegen Gleisläufern. Laut KVB sind die Stadtbahnen zwischen 1:30 Uhr und kurz vor 6 Uhr nacheinander wieder in Betrieb gegangen. Als letztes wurde die Strecke der Linie 9 weder freigegeben. Nach dem Abzug der Jecken habe die Reinigung der Gleise durch die AWB noch erhebliche Zeit in Anspruch genommen.
Kölner Polizei: "Viele tausend friedlich feiernde Jecke"
Die Kölner Polizei sprach am späten Abend von einem überwiegend friedlichen Sessionsstart. Insgesamt zählte sie bisher 71 Strafanzeigen – überwiegend wegen Körperverletzungen, Diebstahl und Sexualdelikten. Neun Personen sind nach Polizeiangaben in Gewahrsam gekommen. Bei einem Streit unter mehreren Männern im Hiroshima-Nagasaki-Park sei einem 27-Jährigen mit dem Messer in den Rücken gestochen worden. Der mutmaßliche Angreifer und seine Begleiter seien geflüchtet.