
Köln: Einigung über Schadenssumme nach Stadtarchiveinsturz
Vor elf Jahren ist das Kölner Stadtarchiv eingestürzt, jetzt könnte ein viel diskutiertes Kapitel abgeschlossen werden. Es geht darum, wer den entstandenen Schaden übernimmt – die Stadt lässt sich mit den beteiligten Firmen wohl auf einen Vergleich ein.
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.06.2020 09:10
Insgesamt soll sich der Schaden auf knapp 1,3 Milliarden Euro beziffern, von den Firmen gibt es jetzt wohl knapp die Hälfte – 600 Millionen Euro sind im Gespräch. Auf den restlichen 700 Millionen Euro würde die Stadt in dem Fall sitzen bleiben. Die Stadt wollte laut dpa nicht sagen, ob die Gerüchte stimmen. Das machte dafür ein Sprecher der beteiligten Baufirma Bilfinger. Eine Entscheidung soll Ende des Monats im Stadtrat fallen.
Kölns Oberbürgermeisterin begrüßt den Vergleichsvorschlag
Das sagte Henriette Reker am Donnerstagnachmittag im Rahmen der laufenden Ratssitzung. Neben der Geldzahlung umfasst der Vorschlag auch die Verpflichtung der Baufirmen, die Baustelle auf eigene Kosten zu sanieren und die U-Bahn fertigzubauen. Zusätzlich müssen sie auch den von vielen Bürgern gewünschten Gedenkraum schaffen. Reker ist davon überzeugt, dass der Vergleichsvorschlag gut für Köln ist. So werde der Weg für den Neustart freigemacht: denn der Vergleich sichere den zügigen Weiterbau und dass das Quartier endlich wieder hergerichtet werden könne, so Reker.