Köln: Einigung mit Baufirmen im Stadtarchivvergleich

11 Jahre nach der größten Tragödie der Kölner Nachkriegsgeschichte ist der Streit um den Einsturz des Stadtarchivs am Abend zu Ende gegangen. Die Stadt Köln und die damals beteiligten Baufirmen Züblin und Wayss & Freitag sowie Bilfinger und Berger können sich außergerichtlich einigen.

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Der Stadtrat hat in seiner Sondersitzung die notwendige Zustimmung zu dem ausgehandelten Vergleich gegeben. Aber trotz breiter Zustimmung, einfach durchgewunken haben die Ratsfraktionen den Vergleich nicht. Die SPD kritisierte zum Beispiel, dass die Politik nur sieben Tage Zeit hatten den Mammut-Vergleich zu prüfen. Die Linken erklärten, man sei enttäuscht über die Entschädigungssumme und, dass es kein klares Schuldbekenntnis der Baufirmen gibt. Die Stadtverwaltung sei regelmäßig bei Bauvorhaben überfordert und werde dann von den Baufirmen über den Tisch gezogen. Die Freien Wähler lehnten den Vergleich sogar ganz ab. Nicht optimal aber das Beste was geht, heißt es von den Grünen. CDU und FDP sprachen dagegen von einem guten Vergleich. Er sieht vor, dass die damals beteiligten Baufirmen 600 Millionen Euro für entstandene Schäden zahlen und die Baustelle auf eigene Kosten sanieren, fertig bauen und einen Gedenkraum schaffen.

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