Köln: Dreigestirn soll trotz Corona einjährig bleiben

Anders als in Düsseldorf soll es in Köln trotz Corona keinen Bruch mit einer der wichtigsten Karnevals-Traditionen geben. Das Dreigestirn soll nur für eine Session im Amt bleiben. Das sagte ein Sprecher des Festkomitees Kölner Karneval.

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Nach den Sommerferien soll das Dreigestirn für 2021 verkündet werden. Und es soll in Köln auch auf jeden Fall gefeiert werden - die Frage ist nur, unter welchen Bedingungen. In Düsseldorf gibt es dagegen eine historische Neuerung: Sollte die kommende Session samt Rosenmontagszug in Teilen ausfallen, darf das gerade vorgestellte Prinzenpaar ein weiteres Jahr im Amt bleiben. Der Hintergrund: Als Karnevalsprinz und Venetia - so heißt die Prinzessin in Düsseldorf - muss man auch selbst viel Geld in die Hand nehmen. In jecken Kreisen ist von mehreren Zehntausend Euro die Rede. Vieles läuft auch über Sponsoren. Bezahlt werden müssen am Ende unter anderem Orden und Ornat. Daher wurde dem Prinzenpaar dem Vernehmen nach eine zweite Session zugesichert - falls es mit der ersten nichts wird. Das neue Prinzenpaar war aufgrund der Corona-Pandemie am Mittwoch auch im Düsseldorfer Autokino statt traditionell im Rathaus vorgestellt worden.

Karneval feiern - aber wie?

Das Thema Karneval und Corona sorgt im Rheinland seit Wochen für Debatten. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte sich jüngst gegen Straßenveranstaltungen zur traditionellen Sessionseröffnung am 11.11. ausgesprochen: Draußen, Straßenkarneval, Infektionsübertragungszeit, Alkohol, Enge - das passe nicht in diese Zeit, sagte Laschet Ende Juni. Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte am Donnerstag: "Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass wir Karneval schön feiern können. Wie dass letztlich aussehen werde, müsse man in einigen Monaten sehen." Für ihn sei zum Beispiel die Frage, wie es nach der Rückkehr von Urlaubern mit Corona weiter gehe.

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