
Ab dem Wochenende gibt es dann für eine Woche täglich kostenlose Führungen durch den Neubau. Zur Anmeldung geht es hier. Die Teilnehmenden erhalten dabei nicht nur eine Führung durch den Neubau, sondern auch einen Einblick in den Arbeitsalltag des Historischen Archivs sowie eine Übersicht der Möglichkeiten, das Archiv als Bürger nutzen zu können.
Lichtinstallation
Außerdem wird eine Woche lang ab Einbruch der Dunkelheit die Fassade durch eine Lichtinstallation in Szene gesetzt. Sie steht unter dem Motto "Vom Chaos und Unordnung zu neuer Struktur und Ordnung". Dazu werden Strahler auf dem Dach sowie im Innenhof platziert, die zunächst Lichtstrahlen als Streiflicht in unterschiedlichen Farben und Richtungen über die Metallfassade des "Schatzhauses" senden. Im Laufe der Choreographie beruhigen sich die Bewegungen und Helligkeitsveränderungen hin zu einem geordneten, spiegelsymmetrisch zu den Gebäudeachsen ausgerichtetem Strahlen in einem einheitlichem Warmweiß. Betriebszeit der Lichtinstallation: 21 Uhr bis 24 Uhr, und morgens von 4.30 Uhr bis 6.30 Uhr.
Einsturz
Am 3. März 2009 stürzte das Historische Archiv in der Severinstraße ein. Beim gleichzeitigen Einsturz zweier benachbarter Gebäude starben zwei Menschen. Mit dem Gebäude des Historischen Archivs stürzten über 30 Regalkilometer Archivgut in die Tiefe. Etwa 95 Prozent aller Archivalien konnten geborgen werden. Allerdings hat das Archivgut durch den Einsturz jegliche logische Ordnung verloren, es wurde vollkommen durcheinander gebracht. Zudem hat sich der allgegenwärtige Betonstaub über sämtliche Archivalien verteilt. Bevor man die Stücke wieder benutzen kann, muss jedes einzelne Blatt gereinigt und in seinen Kontext zurückgeführt werden.