
Köln: Angeklagter im Kämmerei-Mord muss in die Psychiatrie
Im sogenannten Kämmerei-Mord in Köln muss der Angeklagte dauerhaft in die Psychiatrie. Das Gericht sprach den zur Tatzeit 60-jährigen Mann am Freitag des heimtückischen Mordes am städtischen Mitarbeiter Kurt Braun schuldig.
Veröffentlicht: Freitag, 14.08.2020 11:24
Wegen einer psychischen Erkrankung sei der Mann aber schuldunfähig und die Vorsitzende Richterin ordnete deshalb die Unterbringung in einer Psychiatrie an. Im Dezember hatte der Verurteilte einen Mitarbeiter der Kämmerei an seiner Haustür erstochen, als der versuchte Schulden einzutreiben. Im Prozess selber hatte der Mann von Notwehr gesprochen, die Richter sprachen von Mord. Weil von dem psychisch kranken Mann eine erhebliche Gefahr ausgehe, solle er dauerhaft in der Psychiatrie untergebracht werden. Der Mord hatte für eine politische Debatte gesorgt, da das Opfer von frühen Attacken des Schuldners nichts gewusst und ahnungslos bei ihm geklingelt hatte. Die Stadt Köln hat als Reaktion ein internes Meldesystem für potentielle Gewalttäter eingeführt.