
Köln: Alaaf! Die neue Session ist gestartet
Kölle Alaaf! Die neue Karnevalssession ist offiziell gestartet. Spätestens seit 11 Uhr 11 wird überall in Köln ausgelassen gefeiert, besonders auch in der Altstadt, der Südstadt und im Kwartier Latäng. Hier ist es mittlerweile schon so voll, dass die Stadt alle Jecken bittet, sich nicht mehr auf den Weg ins Zülpicher Viertel zu machen. Auch die KVB hätten den Großteil des Verkehrs in der Innenstadt eingestellt.
Veröffentlicht: Donnerstag, 10.11.2022 17:20
11:11 Uhr: Lage im Kwartier Latäng friedlich
Zum Sessionsstart um 11:11 Uhr war die Stimmung ausgelassen und friedlich, berichtet unser Reporter vor Ort. Der Countdown klang bei vielen Feiernden wie eine Art Erlösung von Partyverzicht und Corona-Einschränkungen. Vielen Jecken sah man aber schon den Alkoholkonsum deutlich an. Die Warnwesten der Einsatzkräfte waren längst nicht mehr zu sehen im Meer der Feiernden. Der Zugang zur Zülpicher war kurz nach 11 Uhr 11 schon abgesperrt. Und vor den Kontrollstellen gibt es Schlangen. Etwa 15. 000 Menschen werden hier alleine auf den Straßen erwartet. Auch in der Südstadt und der Altstadt soll es voll werden. Insgesamt hat die Stadt 35 KM Drängelgitter rund um das Kwartier Latäng aufgebaut.
Im Zülpicher Viertel gibt es erstmals einen zentralen Zugang über die Uni Mensa. Dazu gibt es ein umfangreiches Sperr- und Sicherheitskonzept. Alle Feiernden werden etwa über die Luxemburger Straße beziehungsweise Lindenstraße umgeleitet. Für Autofahrer bedeutet das, auch hier gibt es Sperrungen und Stau. Genau wie rund um die Altstadt, Friesenstraße oder in der Südstadt. Mit mehreren Sperr- und Kontrollstellen, soll verhindert werden, dass zu viele Menschen gleichzeitig ins Viertel strömen. Kleinere Seitenstraßen sollen zum Schutz der Anwohner abgesperrt bleiben. Anwohner und Menschen, die im Viertel arbeiten können mit speziellen Armbändern oder ihrem Personalausweis auch an allen Stellen das Viertel betreten. Alleine im Kwartier Latäng sollen 350 Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma dafür sorgen, dass das neue Sperr- und Wegekonzept funktioniert. Stadtdirektorin Andrea Blome appelliert an die Feiernden, sich respektvoll zu verhalten. Die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes seien angewiesen, konsequent gegen Vermüllung, Wildpinkler und übermäßigen Alkoholkonsum vorzugehen. In den Hotspots sollen außerdem mehrere Hundert zusätzliche WC Anlagen oder Urinale aufgestellt werden. Zum Schutz der Feiernden gilt deshalb am Freitag ein LKW-Fahrverbot in weiten Teilen der Innenstadt.
Großeinsatz für Polizei und Rettungsdienste
Die Polizei ist zum Sessionsauftakt mit einem Großaufgebot im Einsatz. Und auch Feuerwehr und Rettungsdienst stellen sich auf einen langen Arbeitstag ein. Die Leitstelle wurde deshalb personell aufgestockt, alle Rettungswagen sind im Dienst und am Rautenstrauch-Joest-Museum wurde vorübergehend eine eigene Rettungswache stationiert. Dort, im Rathaus und im Kwartier Latäng befinden sich laut Stadt auch die Einsatzleitungen der Feuerwehr. Die Polizei wird mit zusätzlichen Hundertschaften vor allem in den Abendstunden auf den Ringen und im Kwartier Latäng im Einsatz sein. Grundsätzlich appelliert die Polizei auf Kostüme mit täuschend echt aussenden Waffenattrappen zu verzichten, dies könne zu unangenehmen und gefährlichen Verwechslungen führen.