Köln: 3,6 Millionen Euro Schaden durch Rezept-Betrug
Veröffentlicht: Montag, 16.03.2026 17:08
In Köln sollen ein Apotheker und der Geschäftsführer eines Pflegeunternehmens die Krankenkassen um insgesamt 3,6 Millionen Euro betrogen haben. Deshalb stehen die beiden ab Mittwoch vor dem Kölner Landgericht. Die Anklage lautet auf gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrug in 30 Fällen.

Kölner Landgericht verhandelt über Millionenbetrug
Am Mittwochmorgen (18.03.) beginnt vor dem Kölner Landgericht ein Prozess gegen einen Apotheker und den Geschäftsführer eines Pflegeunternehmens. Beide stehen im Verdacht, Krankenkassen durch systematischen Betrug um insgesamt 3,6 Millionen Euro geschädigt zu haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betrug in 30 Fällen vor. Der Geschäftsführer eines Unternehmens für ambulante Wundversorgung soll sich demnach von verschiedenen Ärzten Rezepte für teure Hilfsmittel ausstellen lassen haben, obwohl die betreffenden Patienten diese gar nicht benötigten. Diese Rezepte gab er laut Anklage an den mitangeklagten Apotheker weiter. Die Apotheke rechnete die Kosten bei den Krankenkassen ab, ohne die Mittel jemals zu bestellen oder an Patienten auszuliefern.
Über einen Zeitraum von zwei Jahren sollen die beiden Angeklagten auf diese Weise rund 3,6 Millionen Euro erschlichen haben. Ein Urteil im Verfahren wird voraussichtlich Ende April erwartet.

