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Köln: 2. Anlauf im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach
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Köln: 2. Anlauf im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach

Eine Woche später als geplant soll am Montag im Prozess um den Missbrauchskomplex von Bergisch Gladbach die Hauptverhandlung gegen Jörg L. beginnen. Ein Feuer im Kölner Landgericht hatte für die Verschiebung der Verhandlung gesorgt.

Veröffentlicht: Montag, 17.08.2020 04:36

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In dem Prozess gibt es mehr als 30.000 Tatverdächtige, fast 50 identifizierte Opfer, 87 Beschuldigte und 7 Angeklagte. Der ab dem 17. August angeklagte 43-jährige Familienvater gilt als Hauptverdächtiger. Die Staatsanwaltschaft Köln wirft ihm unter anderem schweren sexuellen Missbrauch seiner eigenen Tochter und weiterer Kindern vor. Der Mann hatte die Taten gefilmt und per Handy an Gleichgesinnte geschickt. Die Ermittler deckten im Laufe der Zeit ein regelrechtes Netzwerk Pädophiler auf, die sich in Chats ausgetauscht haben sollen. Hunderte Ermittler sind seit Monaten auf der Suche nach weiteren Tätern und werten Bilder und Videos von schwerstem sexuellen Missbrauch aus. Mehr als 85 Terabyte an Daten wurden bisher sichergestellt. Beim Prozessauftakt am Montag wird die Anklageschrift verlesen. Der Angeklagte Jörg L. schweigt bisher zu den Vorwürfen. Wegen der Schwere der Taten könnte Sicherungsverwahrung angeordnet werden. Deshalb soll ein psychiatrisches Gutachten des Mannes erstellt werden, heißt es vom Kölner Landgericht. Insgesamt sind elf Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil soll Mitte September fallen.

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