
Ein damaliger Bewohner der Baumhäuser hat die Stadt Kerpen verklagt – und vor dem Kölner Verwaltungsgericht Recht bekommen. Die Richter dort kamen zu dem Schluss, dass der Grund für die Räumung nur ein Vorwand war. Damals war ein riesiges Polizeiaufgebot in den Hambacher Forst gezogen und hatte rund 90 Baumhäuser abgerissen – um den Brandschutz und das Bauordnungsrecht durchzusetzen, hieß es damals. Verantwortlich für die Räumung war die Stadt Kerpen, die aber auf Weisung des NRW-Bauministeriums gehandelt hatte. Laut dem Kölner Gericht war der Abriss der Baumhäuser mit dieser Begründung zweckwidrig und fehlerhaft. Es gebe Gesprächsnotizen und Mails, die zeigen, dass es nur darum ging, alle Baumhäuser so schnell wie möglich abzureißen, damit die Rodung des Waldes durch den Energiekonzern RWE umgesetzt werden kann.