
Kerpen: Stadt zieht vor das Oberverwaltungsgericht
Die Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst 2018 beschäftigt jetzt auch das Oberverwaltungsgericht in Münster. Die Stadt Kerpen geht gegen ein Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts in Berufung. Anfang September hatten die Richter dort entschieden, dass die Räumung rechtswidrig war.
Veröffentlicht: Mittwoch, 13.10.2021 10:13
Damals wurde der Brandschutz als Grund für die Räumung angeführt, das sei aber nur vorgeschoben gewesen, so die Begründung vom Verwaltungsgericht. Die Stadt Kerpen hatte nach dem Urteil erst einmal die Füße still gehalten, jetzt geht es also in die nächste juristische Runde. Im September 2018 waren hunderte Baumhäuser von Umweltaktivisten im Hambacher Forst geräumt und zerstört worden. Es war der bislang der größte Polizeieinsatz in NRW überhaupt. Die Aktivisten aus den Baumhäusern kämpfen seit Jahren für die Rettung des Hambacher Forsts, der mittlerweile weltweit als Symbol für Klimaschutz gilt.