Kerpen: Keine Ermittlungen gegen Bürgermeister Spürck

In Kerpen hat die umstrittene Besetzung der Beigeordneten-Stelle im März 2019 keine rechtlichen Folgen. Die Staatsanwaltschaft wird nach Angaben der Stadt in diesem Zusammenhang nicht gegen Bürgermeister Spürck ermitteln.

Denn für die Staatsanwaltschaft gibt es laut Stadt keine Anhaltspunkte für den Tatvorsatz der Untreue. Das haben der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Lipp und der Co-Vorsitzende der Rhein-Erft-SPD, Daniel Dobbelstein anders gesehen. Sie hatten Strafanzeigen gegen den Bürgermeister wegen Untreue erstattet. Aus ihrer Sicht hat Dieter Spürck der Stadt Kerpen wissentlich finanziellen Schaden zugefügt. Denn er habe seinen Wunschkandidaten Strotkötter durchgesetzt, obwohl er gewusst habe, dass der nicht die notwendige Qualifikation für die Stelle hatte. Die finanziellen Folgen für die Stadt habe er trotz des ihm von Anfang an bekannten Risikos in Kauf genommen. Dieter Spürck fühlt sich dagegen bestätigt: es sei abstrus, ihm vorzuwerfen, er habe wider besseren Wissens städtische Mittel "veruntreut", um die Wahl durchzusetzen, teilte er mit.

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