Kerpen: Kaserne wird zum Abschiebezentrum

In Kerpen müssen Anwohner der Flüchtlingsunterkunft in der Boelcke-Kaserne keine Angst vor Auseinandersetzungen oder Problemen haben. In der Regel laufe es reibungslos, wenn Flüchtlinge abgeschoben werden, sagt die zuständige Bezirksregierung. Denn die Behörde will die Flüchtlingsunterkunft demnächst vor allem für Abschiebefälle nutzen.

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Im Moment ist es so, dass das Land NRW viele Flüchtlinge, die hier ankommen, erstmal in einem Teilbereich der Kaserne unterbringt – und von dort aus werden sie dann auf dauerhafte Unterkünfte in der Region verteilt. Künftig sollen aber nur noch Flüchtlinge in die Kaserne kommen, bei denen innerhalb von sieben Tagen entschieden wird, ob sie in Deutschland bleiben oder abgeschoben werden. Das betrifft zum Beispiel Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern, oder die den Behörden bewusst falsche Dokumente vorlegen, um sie zu täuschen. Wie es langfristig mit der Kaserne weitergeht, ist offen. Vielleicht wird sie doch geschlossen, vielleicht auch nur verkleinert.


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