
250 bis 300 Tiere standen in der prallen Sonne
Der Hitzetod von zwei Schafen, die mit ihrer Herde in Kerpen-Manheim-Alt geweidet haben, soll eine Ausnahme bleiben. Das Kreisveterinäramt hat zusammen mit dem Besitzer beschlossen, dass die 250 bis 300 Tiere dort nicht länger bleiben. Die Schafe kommen in andere Hände. Die Kreisverwaltung sagt: Alle Tiere sind Freitagvormittag von einer großen Schäferei aus einem Nachbarkreis abgeholt und in geeignete Haltungsumstände verbracht worden. Generell weist das Veterinäramt darauf hin, dass Besitzer ihre Tiere bei hohen Temperaturen besonders aufmerksam beobachten und vor vermeidbarer Hitzebelastung schützen müssen. Haus- und Weidetiere benötigen jederzeit Zugang zu ausreichend frischem und sauberem Trinkwasser und Schattenplätzen, an denen sie Schutz finden. Am Mittwoch hatte das Veterinäramt zusammen mit dem Tierheim Bergheim die Schafherde begutachtet und ein totes Schaf gefunden, ein zweites starb später trotz Rettungsversuchen an Überhitzung.
Darauf sollte man achten
Anstrengungen wie längeres Gassigehen, das Umtreiben auf andere Weiden, Behandlungen oder Autofahrten sollten möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Empfindliche Pfoten müssen vor heißem Asphalt geschützt werden.
Bei Schafen sei außerdem darauf zu achten, dass sie zu einem geeigneten Zeitpunkt geschoren werden und bei länger anhaltender Trockenheit ausreichend Futter bekommen.