
Keine schnelle Lösung für PCB-belastetes Schulzentrum
In Wesseling sind die Ergebnisse der Probesanierungen des PCB-belasteten Schulzentrums enttäuschend. Die Tests in den beiden Klassenräumen haben gezeigt, dass es fraglich ist, ob eine Sanierung erfolgreich wäre.
Veröffentlicht: Donnerstag, 21.11.2019 12:34
Die PCB-Werte haben auch nach der Sanierung die Grenzwerte immer noch deutlich überschritten. Das hat die Stadt am Mittwochabend im Schulausschuss mitgeteilt. Die Probesanierungen waren aufwändig. Experten haben jeweils einen Klassenraum im Gymnasium und einen in der Hauptschule Schritt für Schritt von PCB-Quellen befreit, zum Beispiel die Decken und Böden entfernt. Dann wurden die Werte gemessen. Im Gymnasium waren es vor der Sanierung 3.700 Nanogramm, danach 3.800, in der Hauptschule waren es zuerst 2.000, danach 1.300. Erlaubt sind in NRW 300 Nanogramm.
Abriss und Neubau oder doch Sanierung?
Jetzt müssen Politiker und Stadt entscheiden, ob sie das Gebäude abreißen und ein neues bauen oder die belasteten Räume noch aufwändiger sanieren. Egal, für welche Lösung sich die Stadt entscheidet, teuer wird es auf jeden Fall. Bürgermeister Esser spricht von mehreren Millionen Euro. Bei einer Sanierung müsste die Stadt noch mehr Materialien entfernen als bei der Probesanierung, trotzdem wäre der Erfolg fraglich und die Stadt hätte das Geld eventuell umsonst ausgegeben. Aber auch Abriss und Neubau wären teuer. Vor allem der Abriss wäre deutlich aufwändiger als sonst üblich. Denn das Abbruchmaterial könnte nicht im Ganzen entsorgt werden, sondern die Schadstoffe müssten vorher abgetrennt und in luftdichten Spezialbehältern transportiert werden.