
Keine konkreten Jobperspektiven nach dem Kohle-Aus
Rund 15.000 Menschen brauchen im Rheinischen Revier nach dem Kohleausstieg einen neuen Job – wirklich konkrete Perspektiven gibt es für sie bisher aber nicht. So bewertet die SPD im Rhein-Erft-Kreis das Wirtschafts- und Strukturprogramm der „Zukunftsagentur Rheinisches Revier“.
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.12.2019 16:01
Die hat in einem Skript mögliche Vorschläge zusammengetragen, wie neue Jobs entstehen und Unternehmen in den Kreis geholt werden können. Zwar liefert das Skript viele gute Ansätze, aber nichts wirklich konkretes, sagt die SPD. Der Chef der SPD-Kreistagsfraktion Dierk Timm sieht bei den Ideen außerdem noch Verbesserungspotential:
Es gibt viele Vorschläge zu den Bereichen Forschung und Entwicklung. Was wir aber brauchen, sind natürlich neue Industriearbeitsplätze hier in der Region. Dafür brauchen wir Flächen, die im Rhein-Erft-Kreis auch schon als Industrieflächen gewidmet sind und dort müssen wir Unternehmen ansiedeln und damit schaffen wir Arbeitsplätze. Und nicht mit Forschungsprojekten, die in fünf oder zehn Jahren erst zur Ergebnissen führen. Wir brauchen stattdessen ganz konkret für die Mitarbeiter Zukunftsperspektiven und die wollen wir gerne hier schaffen.
Das könnte aus Sicht der SPD auch funktionieren, indem bereits vorhandene Unternehmen und Projekte im Kreis mehr Beachtung finden. So werfe das Skript allerdings größtenteils nur mit Schlagworten um sich, ohne konkrete Bezüge auf den Rhein-Erft-Kreis.