
Karneval: Drängelgitter erhitzen Gemüter
Nächste Woche Donnerstag ist Weiberfastnacht – und unter Kölner Gastronomen und vielen Jecken macht sich Entsetzen breit. Denn die Stadt Köln will die Drängelgitter vor den Kneipen verbieten. Demnach sind sie zu gefährlich, wenn es zu einer Panik kommt oder die Gitter umkippen.
Veröffentlicht:
Die Wirte sehen das genau umgekehrt und appellieren an Oberbürgermeisterin Reker: "Bitte verhindern Sie das Verbot!" Der Betreiber der "Bagatelle" in der Südstadt hat über Facebook einen offenen Brief an Reker publik gemacht. Er schreibt: Allein bei der Bagatelle stünden an Karneval bis zu 500 wartende Leute vor der Türe. Wenn diese ohne Gitter als Traube vor dem Eingang stünden – leicht alkoholisiert und durchgefroren - gebe es Panik, Gedränge und Verletzungen. "Bitte Henriette Reker, nehmen Sie unsere Sorgen ernst und vertrauen Sie auf die jahrelange Erfahrung der Wirte." Im Gegenzug verspreche man der Stadt, dass Gitter nicht umfangreich verkeilt werden und nicht vor die Eingangstüre kommen, um den Fluchtweg frei zu halten.
Hunderte Menschen haben das Schreiben auf Facebook schon geteilt und viele Kommentare schließen sich der Meinung der Wirte an: "Das sei unglaublich", "gegen den gesunden Menschenverstand", "Herr, lass es Hirn regnen!".