
Durch undurchsichtige Geldgeschäfte mit einer Tochterfirma soll der Kölner Handwerkskammer ein Millionen Schaden entstanden sein. Der ehemalige Geschäftsführer Ortwin Weltrich widerspricht und will sich juristisch wehren. Im März waren unter anderem fehlerhaft gebuchte Personalkosten bei einer Tochtergesellschaft für Entwicklungshilfe aufgefallen. Die Kammer entließ daraufhin die Geschäftsführer.
Schaden in Millionenhöhe befürchtet
Seitdem wird darüber gestritten, wie hoch der Schaden tatsächlich ist und ob die Unregelmäßigkeiten hätten auffallen müssen. Handwerkskammer Präsident Wollseifer hat dazu jetzt ein Gutachten der "ACT Audit Wirtschaftsprüfungsgesellschaft" vorgestelt, wonach der Kammer im Zeitraum 2009 bis 2018 durch Fehlverhalten des ehemaligen Hauptgeschäftsführers Weltrich bzw. seines Stellvertreters ein Schaden von rund 1,1 Millionen Euro entstanden sei. Weltrich widerspricht, der Schaden sei mit maximal 120. 000 Euro viel geringer. Der ehemalige Geschäftsführer der Kammer und auch der Tochtergesellschaft will berufsrechtliche Schritte gegen den Wirtschaftsprüfer prüfen lassen.