Anzeige
Hürth: Ermittlungen zu vergifteten Frauen laufen
© pixabay
Teilen:

Hürth: Ermittlungen zu vergifteten Frauen laufen

Nachdem herausgekommen ist, dass ein Mann aus Hürth offenbar mehrere Frauen aus seinem Umfeld vergiftet hat, werten Ermittler viele bei ihm sichergestellte Datenträger aus. Außerdem werden seine Finanzströme durchleuchtet und weitere Zeugen vernommen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 02.12.2021 13:07

Anzeige

Das mögliche Motiv des 41-Jährigen sei noch völlig unklar, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dem Mann wird vorgeworfen, drei Frauen mit dem hochtoxischen Schwermetall Thallium vergiftet zu haben. Zwei seiner Opfer sind schon länger tot, eine Schwangere liegt mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus. Als erstes vergiftete der Mann offenbar im April letzten Jahres die Oma der Schwangeren, kurz darauf seine damalige Ehefrau. Die Schwangere ist seine Lebensgefährtin. Ob ihr ungeborenes Kind die Vergiftung überlebt, ist laut Polizei ungewiss. Ermittler hatten den 41-Jährigen am Dienstag festgenommen und Thallium in seiner Wohnung sichergestellt. Die Vergiftungszeichen reichen von Herzrasen, Krämpfen oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt über Leber- und Nierenschäden bis zu Bewusstlosigkeit und Koma. Thallium war früher in Rattengift, darf aber in Europa schon länger nicht mehr verwendet werden. Der Beschuldigte sagt, dass er unschuldig ist.

Anzeige
Anzeige
Anzeige