
Hambacher Forst: "Eule" hofft auf Freispruch
Eine 19 Jahre alte Aktivistin aus dem Hambacher Forst steht am Dienstag in einem Berufungsprozess vor dem Landgericht Köln. Die junge Frau wehrt sich gegen eine vom Amtsgericht Kerpen im Februar verhängte neunmonatige Freiheitsstrafe ohne Bewährung.
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Sie war bei der Räumung des Hambacher Forstes im September die letzte Aktivistin, die von Einsatzkräften der Polizei aus besetzten Bäumen geholt wurde. Deshalb wurde sie wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Polizeibeamte verurteilt. Die 19-Jährige hatte sich in erster Instanz geweigert, ihre Personalien preiszugeben. Auch im Berufungsprozess äußerte sie sich dazu nicht. In der Szene der Waldbesetzer wurde sie deshalb „Eule“ genannt. Inzwischen ist die Identität der Frau aber laut Gericht geklärt.
Erst in der vergangenen Woche war eine australische Aktivistin in zweiter Instanz vor dem Landgericht Köln freigesprochen worden. Auch sie hatte ihre Personalien in erster Instanz vor dem Kerpener Amtsgericht nicht genannt. Sie war wegen Widerstands und Landfriedensbruchs zunächst ebenfalls zu neun Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden.