
Genaue Zahlen liegen noch nicht vor
Die Polizei in Köln versucht, die Krawalle in der Halloween-Nacht systematisch aufzuklären. Die Ermittler werten die Videoüberwachung aus und haben ein Hinweisportal für die Bevölkerung eingerichtet. Dort können auch Bilder und Videos hochgeladen werden.
Unter anderem wurden E-Scooter und andere Gegenstände für Barrikaden auf die Straßen gezogen. Laut einem Polizeisprecher haben vereinzelt Müllcontainer gebrannt, mehrere Streifenwagen seien beschädigt worden. Und auch eine Fensterfront eines Geschäftes sei eingeschlagen worden. Auf dem Ring und in anderen Teilen der Innenstadt gab es Krawalle durch mehrere Gruppen die wohl eher nicht zu den Teilnehmern der Gen-Z-Demo von Samstagnachmittag gehören, so die Polizei. Sie spricht von mehreren Tatverdächtigen, die in Gewahrsam genommen wurden. Die genauen Zahlen werden noch sortiert.
Im Rhein-Erft-Kreis verlief die Halloween-Nacht dagegen meist friedlich: es gab nur sieben Fälle von Sachbeschädigung beziehungsweise Körperverletzung. Trotzdem musste die Polizei bei uns über hundert Mal ausrücken. Meist ging es um Ruhestörungen, weil vor allem Jugendliche Böller zündeten.
Bei der Kundgebung zum Thema "Bildung / Wehrpflicht / Bezahlbares Leben" am Samstag Nachmittag hatte es massive Ausschreitungen gegeben. So wurden 23 Polizisten verletzt und auch Rettungskräfte und Feuerwehrleute wurden angegriffen. Unter die friedlichen Demonstranten hatten sich schnell viele Gewaltbereite gemischt. Sie hatten unter anderem Vermummungsmaterial, Messer und Pyrotechnik dabei. Die Polizei setzte auch Wasserwerfer ein.