Hacker haben Video-Konferenzen im Visier

Kriminelle Hacker nutzen die während der Corona-Krise beliebt gewordenen Videokonferenzen aus, um vertrauliche Informationen auszuspionieren. Das sagt die Polizei in Köln.

© Gettyimages/spyarm

So könnten zum Beispiel bei Firmen Geschäftsstrategien oder Zahlungswege ausgespäht werden. Aber auch in private Videogespräche könnten Hacker eintauchen, um Nutzer anschließend mit Tonaufnahmen oder Bildern zu erpressen. Und auch Familienstrukturen könnten offengelegt oder sexuell motivierte Kontakte von Erwachsenen zu Jugendlichen ermöglicht werden. Bisher seien aber nur vereinzelt Anzeigen reingekommen, sagte ein Polizeisprecher.

Nutzer sollten genau darauf achten, wer an der Videoschalte teilnimmt. Mit einem Passwort oder einem Signalton beim Eintritt oder beim Verlassen der Konferenz lasse sich das Risiko bereits mildern. Es sei auch sinnvoll abzuwägen, welche Themen über die Konferenz-Leitung besprochen werden und welche besser nicht. Die Polizei nennt das Phänomen "Zoom-Bombing" nach dem viel genutzten Video-Konferenz-Programm "Zoom".

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