Glukose-Vergiftung: Ermittlungen gegen zwei Mitarbeiter

Nach dem Tod einer jungen Mutter und ihres Babys durch vergiftete Glukose aus einer Kölner Apotheke wird nun gegen zwei Mitarbeiter der Apotheke ermittelt. Die Verunreinigung der Glukose sei eher auf eine Verwechselung als auf Vorsatz zurückzuführen, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

© Foto: Daniel Dähling

Die Beschuldigten hätten sehr umfangreiche Aussagen zu ihren Aufgaben und den Abläufen in der Apotheke gemacht. Die giftige Substanz sei in einem sehr ähnlichen Gefäß gelagert gewesen wie die Glukose, was auf die Verwechslung hindeute. Es gebe aktuell keine Hinweise auf vorsätzliches Handeln. Eine Frau und ihr durch einen Notkaiserschnitt geborenes Baby waren am 19. September an Organversagen gestorben. Zuvor hatte die 28-Jährige eine Glukose-Mischung aus der Kölner Apotheke zu sich genommen.

Apotheken dürfen wieder öffnen

Derweil dürfen die drei Apotheken des Betreibers wieder öffnen. Die Herstellung eigener Arzneimittel bleibe aber weiterhin untersagt, wie das Gesundheitsministerium in Abstimmung mit der Stadt Köln mitteilte. Die Herstellung bleibe untersagt, bis Maßnahmen eingeführt seien, die eine solche Verunreinigung in Zukunft ausschlössen. Zuvor waren die Apotheken aus Sicherheitsgründen vorläufig geschlossen worden und hatten nur noch Pflegeheime beliefern dürfen.

Weitere Meldungen