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Gesperrte A565-Brücke: Ergebnisse in nächsten zwei Wochen
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Gesperrte A565-Brücke: Ergebnisse in nächsten zwei Wochen

Seit Mittwoch ist die viel befahrene A565-Rheinbrücke für Autofahrer dicht, die Auswirkungen für den Verkehr in der Region sind massiv, auch im Kölner Raum. Wie geht es mit dem maroden Bauwerk weiter?

Veröffentlicht: Freitag, 05.06.2026 03:38

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Verkehr wird sich nach Köln verlagern

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Die Autobahn GmbH rechnet in den nächsten beiden Wochen mit Ergebnissen, wie es mit der am Mittwoch überraschend gesperrten A565-Rheinbrücke in Bonn weitergeht. Unter anderem wurden Risse im Beton und Korrosionsschäden im Stahl festgestellt – und jetzt prüfen Experten technische Möglichkeiten, mit denen die marode Brücke aus den 1960er Jahren wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Die Bonner Nordbrücke ist Teil der Autobahn 565 und die wichtigste Ost-West-Verbindung für die Region – und sie werde erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr haben, sagt die Autobahn GmbH. Der Autoclub ADAC spricht von einer Vollkatastrophe für die Region. Viele Autofahrer würden in den Kölner Raum ausweichen und dort das ohnehin schon am Limit laufende Verkehrssystem belasten.

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Bundesverkehrsminister Schnieder kommt

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Der ADAC hatte im vergangenen Jahr in einer Modellstudie die Sperrung der Nordbrücke simuliert und berechnet, dass Autofahrer dann pro Jahr Umwege von insgesamt 50 Millionen Kilometern in Kauf nehmen müssten, Lkw von 5,5 Millionen Kilometern. Der volkswirtschaftliche Schaden wird sich nach Einschätzung des ADAC auf mehr als 170 Millionen Euro belaufen. Auch die Handwerkskammer Köln zeigte sich entsetzt: Die Rheinbrücken bildeten das Rückgrat unserer Region – ohne sie stehe der Verkehr still und der wirtschaftliche Schaden werde immens sein. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder von der CDU will sich an diesem Freitag vor Ort selbst ein Bild machen.

Die Sperrung betrifft laut Autobahn GmbH nicht nur die Brücke selbst, sondern auch weitere Abschnitte der A565 zwischen dem Autobahnkreuz Bonn-Nord und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost. So sind in Fahrtrichtung Koblenz keine Überfahrten mehr von der A59 aus Köln und Königswinter auf die A565 möglich. In Fahrtrichtung Siegburg sind im Kreuz Bonn-Nord sämtliche Verbindungen auf die A565 nach Siegburg gesperrt. Weiträumige Umfahrungen führen über die A3 oder die A61. Brücke bereits seit Februar für Lkw gesperrt. Bereits seit Februar gilt auf der betroffenen A565-Brücke ein Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen. Bis dahin fuhren dort täglich rund 100.000 Fahrzeuge über den Rhein, davon gut fünf Prozent Schwerlastverkehr. 

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