
Gedenken in Elsdorf: Rundgang zu den Stolpersteinen
In Elsdorf findet am 9. November zum 88. Jahrestag der Novemberpogrome wieder ein Gedenkspaziergang zu den Stolpersteinen im Stadtgebiet statt. Die pensionierte Lehrerin Josi Schlang führt Interessierte zu verschiedenen Stationen und berichtet dort über die Lebenswege ehemaliger jüdischer Mitbürger.
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Elsdorf: Spaziergang gegen das Vergessen am 9. November
Anlässlich des 88. Jahrestags der Novemberpogrome von 1938 lädt die Stadt Elsdorf erneut zum Spaziergang „Gegen das Vergessen“ ein. Am 9. November führt die pensionierte Lehrerin Josi Schlang die Teilnehmenden durch das Stadtgebiet. Insgesamt gibt es in Elsdorf mittlerweile 57 Stolpersteine, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Während des Rundgangs werden ausgewählte Stationen besucht, um die Geschichte der Stadt lebendig zu halten. Der Termin dient dem gemeinsamen Gedenken und soll ein Zeichen gegen Intoleranz setzen.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Spaziergangs stehen vor allem die Lebensgeschichten der Familien Hausmann, Baum und Hirsch. Josi Schlang berichtet vor Ort über die Schicksale dieser Menschen, die einst zur Gemeinschaft in Elsdorf gehörten. Die Stolpersteine vor ihren ehemaligen Wohnhäusern dienen dabei als Ausgangspunkt für die Erzählungen. Durch die persönlichen Berichte sollen die Namen hinter den Messingtafeln für die Teilnehmenden wieder greifbar werden. Der Rundgang möchte so die Erinnerung an die vertriebenen und ermordeten Bürger der Stadt bewahren.
Die Teilnahme an dem Gedenkspaziergang in Elsdorf ist für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Da die Teilnehmerzahl für die Führung begrenzt ist, bittet die Stadtverwaltung vorab um eine verbindliche Anmeldung. Interessierte können sich dazu per E-Mail an claudia.nief@elsdorf.de wenden. Erst nach der erfolgreichen Anmeldung erfahren die Teilnehmenden den genauen Treffpunkt für den Rundgang.