
Frechen: Zukünftige Nutzung der Brikettfabrik Wachtberg?
Wenn in Frechen Ende 2022 die ersten Teile der Brikettfabrik Wachtberg schließen, müssen hier nicht unbedingt die Lichter ausgehen und Arbeitsplätze wegfallen. RWE Power und die Kölner Verkehrsbetriebe prüfen dafür eine Zusammenarbeit.
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.02.2021 15:01
Der Energiekonzern RWE Power und die KVB wollen bis Ende des Jahres gemeinsam ausloten, ob und wie sie hier zusammenarbeiten können. Beide Seiten haben eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben. Im Gespräch ist zum Beispiel ein Stadtbahndepot mit Werkstatt und Verwaltungseinheiten auf dem Wachtberg. Außerdem prüfen beide Partner, ob sie bei der Instandhaltung von Bahnen in der Hauptwerkstatt in Frechen-Habbelrath zusammenarbeiten können. Für beide Seiten hätte die Kooperation Vorteile: RWE könnte die nicht mehr genutzten Betriebsflächen anbieten, und die KVB könnten hier eine neue Werkstatt-Infrastruktur aufbauen. Die ist nötig, weil die KVB in den nächsten Jahren längere Straßenbahnzüge einsetzen will. Allerdings ist schon jetzt absehbar, dass eine Erweiterung am heutigen Standort Wesseling nicht möglich ist. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen, wenn die ersten Teile der Brikettfabrik Ende 2022 wegen des vorzeitigen Ausstiegs aus der Braunkohle schließen. RWE-Power-Vorstand Lars Kulik setzt darauf, dass im Rahmen eines Leuchtturmprojekts qualifizierte Arbeitsplätze neu angesiedelt werden könnten, wo hochwertige Arbeitsplätze durch den Kohleausstieg verloren gehen.