
Frechen: Lösung im Bus-Ärger in Bachem?
Die Anwohner in Frechen-Bachem im Unterdorf sind sauer. Seit dem Sommer werden drei Bushaltestellen von der Linie 145 - ab dem Mittag bis in den Abend – nicht mehr angefahren bzw. von diesen kommt man nicht mehr weg. Das alles hat verschiedene Gründe. Wir haben nachgefragt, auch nach möglichen Lösungen.
Veröffentlicht: Montag, 19.09.2022 04:49
Die Stadt Frechen und die KVB haben den neuen Linienweg bzw. die neuen Fahrtzeiten seit dem Sommer eingerichtet. Ein Grund ist und war unter anderem der jahrelange Ärger um die frühere Endhaltestelle der Linie 145. Auch diese wurde geändert. Außerdem ging es darum Warte- und Fahrtzeiten einzusparen. Auch eine Kostenreduzierung hat zu der neuen Variante geführt. Ältere Menschen aus dem Bachemer Unterdorf aber bringt diese Änderung auf die Palme: Sie müssen jetzt ab dem Mittag zu anderen Haltestellen laufen, die deutlich weiter weg sind.
"Der Linienweg wurde optimiert, um den Fahrgästen kürzere Reisezeiten anzubieten", heißt es in einem KVB-Statement.
Würde man den Takt, so wie vor dem Sommer einhalten, dann müsse ein zusätzlicher Bus inklusive Fahrer eingesetzt werden. Das wäre zu unwirtschaftlich. Die Stadt Frechen nennt eine Summer von 350.000 Euro. Im Rathaus der Stadt kenn man den Ärger um die Buslinie 145:
"Wir haben die Änderung, die nun zum Sommerplan umgesetzt wurde, seinerzeit auf Basis der Fahrgastdaten angenommen. Hieraus war ersichtlich, dass an einigen Haltestellen keine bzw. eine unwesentliche Nachfrage für den Einstieg herrschte. Wir wissen nun, dass es mehrere Anfragen von potenziellen Fahrgästen gibt, die aufgrund der veränderten bzw. kleineren 'Schleifenfahrt' nicht mehr 'abgeholt* oder 'abgesetzt' werden", heißt in einem Statement.
Möglich ist jetzt also, dass man die Änderung der Route und der Zeiten teilweise wieder zurücknimmt. Das würde viele Menschen im Bachemer Unterdorf sicher freuen.
"Mit Blick auf den veränderten Fahrplan möchten wir nun gemeinsam klären, ob möglicherweise zu jeder vollen Stunde die Linie wieder 'die große Schleife' im Ort fahren kann. Alle Fahrten werden wir vermutlich so nicht gestalten können", so ein Stadtsprecher.
Konkret könnte dies bedeuten, dass die drei ausgelassenen Haltestellen, von denen man aktuell ab dem Mittag nicht mehr wegkommt, wieder eine Abfahrmöglichkeit bieten. Der lange Fußweg zu anderen Haltestellen würde dann wegfallen.