
5.000 Zuschauer hatten in der ausverkauften Wettkampfstätte am Münchner Königsplatz den Erfolg der 21-Jährigen frenetisch bejubelt. Normalerweise verfolgen nur wenige Hundert Zuschauer die Weltcups während der Saison. Sie habe Gänsehaut gehabt, sagte Meul im Anschluss.
Am Sonntag ist Deutschlands beste Boulderin dann der ersehnten EM-Medaille in ihrer Paradedisziplin ein großes Stück näher gekommen. Die Frechenerin belegte am Sonntagvormittag in der Vorschlussrunde Rang drei und schaffte so völlig mühelos den Sprung ins Finale der besten Sechs am Nachmittag. Bei drei der vier Halbfinal-Routen kletterte Meul am Münchner Königsplatz zum sogenannten Top, dem höchsten Griff an der 4,5 Meter hohen Wand. Nach zweimal Silber in der diesjährigen Weltcup-Saison rechnet sich Meul an den Griffabfolgen in Absprunghöhe gute Chancen auf eine EM-Medaille aus. «Ich setze mir kein Limit. Mit dem Publikum kann eigentlich nichts schief gehen», sagte die 21-Jährige von der DAV-Sektion Rheinland-Köln.