
Er muss sich jetzt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen verantworten. Dabei geht es einmal um die Fäkalien an sich, um den Eimer in dem die Fäkalien waren und dann noch um einen brennenden Bengalo, der ebenfalls aus dem Baumhaus geworfen wurde. Die Polizei hofft jetzt, dass der Tatverdächtige seine Personalien preisgibt. In der Vergangenheit hatte es mit der Identitätsfeststellung Probleme gegeben, weil einige Aktivisten sich die Fingerkuppen verätzt oder einfach nicht geredet hatten. Der Mann hatte das Baumhaus in dem Moment verlassen, als eine Säge aufheulte. Die Polizei hatte zuvor angekündigt, für den Fall, dass der Gesuchte nicht freiwillig herunterkomme, schweres Gerät in den Wald zu schaffen und dafür Bäume zu fällen. Der Mann werde zur Identitätsfeststellung festgehalten und ins Aachener Polizeipräsidium gebracht.
Polizei machte Druck
Die Polizei spricht im Fall des Fäkalienwurfs von versuchter schwerer Körperverletzung. Der Bereich, in dem sich mehrere Baumhäuser befinden, wurde noch am Montag abgesperrt und Einsatzkräfte hielten die ganze Nacht über Wache. Die Polizei wollte dem Verdächtigen aber die Chance geben, freiwillig herunterzukommen – wenn nicht, wollten Beamte hochkommen und denjenigen runterholen, um die Personalien festzustellen. Es gab auch einen Durchsuchungsbeschluss für das betreffende Baumhaus. Die Polizei ist seit Montagmorgen im Hambacher Forst im Einsatz. Es ging es darum, Mitarbeitern von RWE bei Aufräumarbeiten in dem Wald Polizeischutz zu geben. Aber dann gab es diverse Zwischenfälle – unter anderem soll ein RWE-Mitarbeiter von einem vermummten Baumhaus-Bewohner mit Fäkalien beworfen worden sein. Die Aktivisten warfen der Polizei vor, bewusst zu provozieren.