
Iran-Krieg
Washington/Teheran (dpa) - US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut einen Vergeltungsschlag gegen den Iran verübt. Mehrere Ziele - darunter Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur - seien angegriffen worden, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Grund sei ein Angriff des Irans auf einen Frachter gewesen.
Es ist der zweite US-Angriff auf den Iran seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen den beiden Ländern Mitte Juni. Erst in der Nacht zum Samstag hatten die USA gemeldet, iranische Raketen- und Drohnenlagerstätten sowie küstennahe Radaranlagen aus der Luft angegriffen zu haben - als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag.
Am Samstag hatte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO mitgeteilt, dass ein Frachtschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Die genauen Hintergründe dieses Vorfalls blieben aber zunächst unklar. Laut der «New York Times», die sich auf einen US-Beamten berief, handelte es sich bei dem Schiff um die unter panamaischer Flagge fahrende «Kiku». Der Tanker sei am Donnerstag in Katar ausgelaufen und auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate gewesen.
Der iranische Staatssender Irib meldete in der Nacht, in einem Dorf bei der Stadt Sirik seien Explosionsgeräusche zu hören gewesen. Wenig später hieß es, Geschosse seien in einen Kommunikationsturm eingeschlagen.