
Damals hatten Mitglieder des selbsternannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“, kurz NSU eine mit Nägeln gespickte Bombe vor einem Frisörsalon gezündet. 22 Menschen wurden durch die Explosion zu Teil schwer verletzt. Überschattet wurde die Gedenkfeier von rechtsradikalen Fyern. Sie waren kurz vor dem Jahrestag in der Nachbarschaft der Keupstraße in vielen Briefkästen gelandet. Neben Hakenkreuzen wird darin zu Gewalt gegen Muslime aufgerufen. Wer die Flugblätter verteilt hat ist unklar. Die Ermittlungen der Kölner Polizei und auch des Staatsschutzes laufen noch.
Noch immer kein Mahnmal
Eigentlich sollte mittlerweile im Stadtteil Mülheim auch ein Mahnmal an den Anschlag erinnern. Aber der Stadt Köln ist es noch nicht gelungen, einen Platz dafür zu finden. Das liegt vor allem daran, dass der gewünschte Standort in der Keupstraße Ecke Schanzenstraße nicht der Stadt gehört. Kölns Oberbürgermeisterin Reker setzt sich trotzdem weiter für das Mahnmal ein und appelliert an alle Beteiligten, miteinander zu sprechen und eine gemeinsame Lösung zu finden.